Case Study – Standardisierte Produktion mit dynamischen Layouts

Individuelle Kundenansprache dank automatisierter Katalogproduktion

Die automatisierte Katalogproduktion mit der Client/Server-Architektur von InBetween bietet für Weidmüller, Marktführer für Industrial Connectivity, klare Vorteile: Produktinformationen werden damit innerhalb eines dynamischen Layouts so angeordnet, dass Kunden schnell zu notwendigen Informationen gelangen.

Dem Kunden eine nachhaltige Lösung für seine spezifischen Anforderungen zu geben, ist Ziel und Zweck jeder unternehmerischen Tätigkeit. Und das gilt in ganz besonderem Maß für innovative Vorreiter und Technologietreiber in anspruchsvollen Märkten. Als führender Anbieter im Bereich der elektrischen Verbindung, Übertragung, Konditionierung und Verarbeitung von Energie, Signalen und Daten im industriellen Umfeld ist für Weidmüller der Printkatalog nicht nur für die Produktkommunikation zwischen Vertrieb und Kunde relevant, er ist auch ein wichtiges Imagemedium. Es ist ein großer Vorteil, wenn Interessenten einen Katalog zur Verfügung haben, in dem wesentliche Informationen zu Produkten und Lösungen zu finden sind.

Das PIM-System myview Xmedia stellt sämtliche Produktdaten für alle Kanäle wie BMEcat, Onlinekatalog, Mobile App, RailDesigner, Produktkonfigurator und die Printpublikationen bereit. Auf dieser Basis werden 14 Standardkataloge produziert, welche die Kunden von Weidmüller darin unterstützen, unkompliziert auf relevante Produktinformationen zugreifen zu können. Das ist insofern eine Herausforderung, da die jeweiligen Zielgruppen durchaus unterschiedliche Interessen haben, die sich in differenzierten Ansprüchen an Printkataloge zeigen. Dem trägt Weidmüller durch unterschiedliche Strukturen und individuelle Layouts der Produktbereiche Rechnung.

Minimierter Aufwand in der Produktion

Die Anforderung, Automatisierungsmöglichkeiten auf Basis des vorhandenen PIM-Systems zu suchen, ergab sich dann zum einen aufgrund des stetig wachsenden Produktportfolios. Die Komplexität der darzustellenden technischen Daten wurde immer vielfältiger. Ein weiterer Grund war die zunehmende Internationalisierung des Unternehmens. Die Kataloge sollten zeitnah in mehreren Sprachen erstellt werden können. Außerdem sollte der Prozess der Katalogerstellung und -überarbeitung optimiert werden.

Um den Anforderungen der Kunden effizient gerecht werden zu können, nutzt Weidmüller nun die Möglichkeit der weitgehend automatisierten Katalogproduktion mit der Client/Server-Architektur von InBetween. Das Resultat ist eine höhere Anzahl an Sprachvarianten ebenso wie an technischen Produktseiten insgesamt. Zuvor wurden etwa 1000 technische Produktseiten aufgrund des hohen Aufwands zunächst in Deutsch gedruckt und nachträglich in Englisch aufgebaut. Weitere Sprachversionen waren nicht möglich. Im Jahr 2012 wurden insgesamt zirka 2500 technische Produktseiten pro Sprache produziert. Bislang gab es fünf Sprachversionen in Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch.

Ziel war es, den Automatisierungsgrad der Kataloge so weit zu erhöhen, dass in absehbarer Zukunft noch dynamischer auf die Anforderungen an Kataloge bzw. Wünsche der Vertriebsorganisationen in den einzelnen Sprachregionen eingegangen werden konnte. Individuell abrufbar sind jetzt schon alle im PIM-System hinterlegten Sprachen. Das waren bis Ende des Jahres 2012 14 verschiedenen Sprachen.

Sprachenvielfalt

Pro Sprache und Katalogkapitel wird eine Print-XML aus dem PIM-System exportiert und in InBetween eingelesen. Dort wird dafür jeweils eine InDesign-Datei erstellt. Defaultsprache für die Templateerstellung ist Deutsch oder Spanisch. In der Zwischenzeit startet die Übersetzung über das PIM-System. Gerade bei der Erstellung der Sprachvarianten ist eine automatisierte Katalogproduktion eine große Hilfe und eröffnet große Vorteile in puncto Geschwindigkeit.

Die initiale Konzeption und Erstellung aller Katalogtemplates erfolgte in Zusammenarbeit zwischen myview systems und der Katalogredaktion von Weidmüller. Dabei wurden intelligente Konfigurationslösungen zur Abbildung komplexer Datenstrukturen auf der Katalogseite entwickelt. Nach der einführenden Schulung der Mitarbeiter durch InBetween konnte das Team bei Weidmüller bereits die ersten Katalogtemplates erstellen. Unterstützt wurden sie in der Einführungsphase zudem durch den InBetween Partner myview systems, der seit vielen Jahren die Datenorganisation und Katalogproduktion begleitet hat. Seit einiger Zeit erstellen die Mitarbeiter bei Weidmüller alle InBetween Templates eigenständig.

Schnelle Abwicklung

Die Produktinformationen werden über die fertigen InBetween Templates automatisiert ausgeleitet. So steht bereits sehr früh im Produktionsprozess ein fertiger Katalog in Deutsch zur Verfügung, der gepflegt werden kann. Eine Besonderheit hierbei ist der InBetween URL-Generator. Damit sind die Mitarbeiter des Produktmanagements in der Lage, tagesaktuell eine Vorschau für die automatischen Seiten aller Standardkataloge als PDF oder HQ-PDF zu erhalten. Beim HQ-PDF-Format werden die PDF-Seiten über den InDesign-Server generiert und entsprechen somit eins zu eins den Ausleitungen der Katalogredaktion. So können die Produktverantwortlichen bereits unmittelbar nach Eingabe der Daten Previews nutzen, um mögliche Fehler zu identifizieren und zu korrigieren. Insofern ist das ein sehr wichtiges Kontrollmedium direkt in der Pflegephase und Produktion. Hyperlinks für die PDF- und für die HQ-PDF-Generierung mit den entsprechenden Parametern für den ULR-Generator sind in der Produktdatenbank in den einzelnen Kapiteln der jeweiligen Katalogstrukturen hinterlegt.

Im Prinzip ist der Katalog anschließend fertig, abgesehen von leichten Korrekturen wie zum Beispiel der manuellen Optimierung der Zeilenumbrüche in den Sprachversionen oder der Verbesserung von Übersetzungsfehlern. Bislang werden zunächst nur Seiten mit technischen Inhalten wie technische Daten, Bestellnummern und Zubehör automatisiert. Deshalb können erst in der Druckvorstufe die automatisierten Seiten mit den manuellen Seiten zusammengebracht werden. In nächster Zukunft wird der Automatisierungsgrad aber noch schrittweise erhöht mit dem Ziel, manuelle Seiten wie zum Beispiel das Cover oder den Index etc. noch effizienter über das PIM-System und die InBetween Client/Server-Architektur in die automatisch erstellten Seiten einzufügen.


Interview:

Kundeninformationen leicht gemacht

Selmar Kix, Leiter Online und Print Media erklärt, warum die automatisierte Katalogproduktion für Weidmüller der Schlüssel zur individuellen Kundenansprache ist.

Inwiefern reflektieren die Printkataloge von Weidmüller diesen hohen Anspruch der sehr individuellen und an den jeweiligen Bedürfnissen orientierten Kundenkommunikation?

Wir legen sehr großen Wert auf ein ansprechendes Layout und hohe Qualität. Es geht nicht darum, unseren Kunden lediglich irgendein Printmedium vorzusetzen, sondern die Kataloge sollen so gestaltet und produziert sein, dass man schnell und ohne Umstände zu den benötigten Informationen gelangt.

In welcher Weise beeinflusst die Nutzungsfreundlichkeit die Gestaltung der Kataloge?
Wir müssen den Bedürfnissen sehr unterschiedlicher Kundengruppen gerecht werden. Im Zusammenspiel mit einem stetig wachsenden Produktportfolio ergibt sich daraus eine stattliche Sammlung von Produktinformationen und Produktübersichten. Deshalb versuchen wir, die Informationen so übersichtlich wie möglich anzuordnen, indem wir Merkmale zusammenzufassen. Zusammengehörige Produkte sind als Zubehörteile zu erkennen. Produktgruppen, die sich ergänzen, sind hintereinander sortiert und in Kapiteln hinterlegt. Abbildungen und Tabellen sind so gestaltet, dass sie beim Blättern immer an der gleichen, erwarteten Stelle zu finden sind. In jedem Kapitel stehen dem Kunden außerdem ausführliche Informationen zu den Inhalten zur Verfügung. Insgesamt erkennt der Kunde auf den ersten Blick, was ihn auf den kommenden Seiten erwartet.

Und was können die Kunden in Ihren Standardkatalogen erwarten?

Mit über 60.000 unterschiedlichen Produkten mit bis zu 3500 verschiedenen Merkmalen lassen sich nicht alle Informationen in einem Produktkatalog abbilden. Da gilt es zunächst, Entscheidungen zu treffen, welche Produktmerkmale für den Kunden oder für den Kaufentscheidungsprozess so wichtig sind, dass sie im Katalog zu finden sein sollten. Die weiteren Produktinformationen werden in den Onlinepublikationen verwaltet. Die Printkataloge sind mit bis zu 750 Seiten aber immer noch sehr umfangreich und enthalten alle relevanten Produktmerkmale sowie signifikante Zusatzinformationen. Schließlich ist der Printkatalog in der Gunst der Kunden das wichtigste Kommunikationsmedium.

In Ihren Katalogen hat jeder Produktbereich ein individuelles Layout. Gleichzeitig reden Sie von einem sehr umfassenden Produktportfolio, das jedes Jahr in den Printkatalogen abgebildet werden soll. Lässt sich angesichts dieser komplexen Ausgangssituation die Katalogproduktion überhaupt sinnvoll automatisieren?
Im Gegenteil, solche komplexen Daten können ohne Automatisierung weder schnell genug noch in einem solchen Umfang oder einer solchen Sprachenvielfalt in Printkatalogen wiedergegeben werden. Das Besondere an der Client/Server-Architektur von InBetween ist darüber hinaus, dass die Lösung an sich flexibel genug ist, um mit der wirklichen Vielfalt der Produktlinien, die wir haben und damit auch der Produktkataloge, dynamisch umzugehen. Wir brauchen uns nicht von allzu vielen technischen Hürden im Layout einschränken zu lassen. Tatsächlich ist es deshalb unser Ziel, den Automatisierungsgrad noch weiter zu erhöhen.



Weidmüller setzt Maßstäbe in der Industrial Connectivitys

Weidmüller (Hauptsitz Detmold) zählt zu den führenden Anbietern von Lösungen für die elektrische Verbindung, Übertragung, Konditionierung und Verarbeitung von Energie, Signalen und Daten im industriellen Umfeld.
Mit der Entwicklung innovativer, nachhaltiger und wertschöpfender Lösungen für individuelle Anforderungen setzt das Unternehmen Maßstäbe in der Industrial Connectivity.
Weidmüller ist international in einer Vielzahl von Branchen wie etwa dem Maschinenbau, der Prozess- und Energiebranche, der Geräteherstellung sowie der Gebäudeinfrastruktur und Verkehrstechnik zu Hause und kennt die technologischen Herausforderungen von morgen.
Die Unternehmensgruppe Weidmüller verfügt über Produktionsstätten, Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in mehr als 80 Ländern. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Weidmüller einen Umsatz von 620 Mio. Euro mit rund 4.400 Mitarbeitern.

www.weidmüller.de


Hier gibt es die Case Study zum Download